Ausflüge und Wanderungen
Maccagno ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in die Voralpenregion. Wer will, kann bis auf eine Höhe von 1900m (Monte Tamaro ) aufsteigen. Zahlreiche Wanderwege in der Umgebung bieten sich zu jeder Jahreszeit für Ausflüge an. Die meisten Wege sind mittlerweile recht gut markiert und ausgeschildert. Man kann direkt zu Fuß von Maccagno starten oder mit dem Fahrrad oder mit dem Auto ins Val Veddasca hinauffahren.
Bildergalerie Gradwanderung Monte Lema zum Monte Tamaro
Wer die Täler bei Maccagno durchwandert, staunt über die üppige Vegetation, die an Vielfalt in Europa ihresgleichen sucht. Zu verdanken ist dies dem Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Klimazonen: Während in höheren Lagen alpines Festlandsklima herrscht, dominiert in den Uferzonen mildes submediterranes Klima. So gedeihen auf den terrassierten Hängen Olivenbäume, Palmen und Zypressen, Esskastanien, Buchen und Birken in unmittelbarer Nachbarschaft. Besonders im Frühjahr entfalten die Parks und Gärten ihre ganze Farbenpracht: Leuchtend gelb blühen die Mimosen, rosa die aus Ostasien importierte Kamelie, weiß der Oleander und lila die Magnolie.
Oberhalb von Maccagno, versteckt im Kastanienwald, liegt die Wallfahrtskapelle Monte Venere, zu der ein recht steiler Anstieg über eine Natursteintreppe führt ( ca. 20 Minuten von Maccagno Inferiore aus).
Auf einem Felsvorsprung in über 600 Metern Höhe erhebt sich die Kapelle San Rocco. Von hier genießt man eine herrliche Aussicht auf den Lago Maggiore bis nach Locarno, hinunter nach Stresa und auf die legendären Piratenschlösser, die „Castelli di Cannero“. Von Maccagno führt ein Wanderweg hinauf zum Lago Delio, der in den sechziger Jahren zum Stausee umgewandelt wurde und heute das Stromkraftwerk Ronco Valgrande beliefert. Der Name des Sees "Delio" oder auch "d'Elio" wird wahlweise auf den griechischen Sonnengott Helios oder auf Apollo Delius zurückgeführt. Etwas hat sich der See von seiner verwunschenen Atmosphäre bewahrt, die Stoff für viele Legenden liefert. Hier, so ist überliefert, lag einst ein reiches Dorf, dessen Einwohner dem lasterhaften Wohlleben ergeben waren und einem Bettler die Almosen verweigerten. Zur Strafe wurde das Dorf vom Wasser überflutet und die Einwohner ertranken mit Mann und Maus. An windigen Tagen soll das Geläut der Glocken noch zu hören sein.
Über dem Lago Delio liegt auf einer Höhe von 1300 Metern der Forcora-Pass, der spektakuläre Ausblicke auf den Lago Maggiore und die gegenüberliegenden Bergketten bis hin zum Monte Rosamassiv bietet. Weitere Wanderungen führen auf den Monte Borgna (1157 m) und auf den Montagnola (913 m), um nur einige Ziele zu nennen. Aus Natursteinen gemauerte Pfade führen über die terrassierten Hänge und durch die Kastanienwälder des Val Veddasca. Üppige Wälder und verschwiegene Pfade finden sich auch im Val Dumentina (linksseitig des Flusses Giona). Hier liegt das urige Bergdorf Monteviasco, das bis vor wenigen Jahren nur über eine Steintreppe von tausend Stufen zu erreichen war.